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Korsika Reise 2005

Am Freitag, 20.05.05 ging unsere Reise nach Korsika los. Wir, das sind Tanja und Alois, Anke und Bernd, Petra und Oliver und natürlich (Olivers Hauptbuddy) Ines. Vergessen wollen wir Sabine nicht, die am Sonntag per Flugzeug nachkam.

Unsere Route führte über die Schweiz nach Savonna, wo wir mit der Nachtfähre nach Bastia (Korsika) übersetzten. Wer nicht kurz vor dem verhungern oder verdursten ist, sollte sich auf der Fähre zurückhalten und auf Kleinigkeiten beschränken, denn schon die Kleinigkeiten kosten ein Vermögen, außer Geld spielt keine Rolex.
Ein Bier kostet gleichmal 7 €uro, ein Tomatensalat mit Mozzarella kostet 7,20€uro ( für eine geschnittene Tomate und ein Bobbel Mozzarella in einem Spritzer Essig recht viel Geld)
Vom Wein dann ganz zu schweigen und und und.
Die Nachtfähre würden wir aber jederzeit wieder empfehlen, da man nachts ausschlafen kann und ganz ausgeruht im Corsicana Club ankommt ( ca. 45 Minuten Fahrt von Bastia )

Die Unterbringung war, wie bereits im letzten Jahr festgestellt zwar einfach aber sehr sauber. Jeder Bungalow verfügt über Wohnraum und Dusche/WC. Es ist eine Kochgelegenheit vor Ort und außerdem notwendiges Geschirr für vier Personen.
Die Basis von Peter ist nach wie vor tadellos. Seine Mannschaft um ihn herum ist einfach Spitze. Dennis, Carsten und natürlich der Hubertus sind megafreundlich und total hilfsbreit. Mit denen machen nicht nur die Tauchgänge, sondern auch die Grillabende oder der Plausch zwischendurch, riesigen Spaß.
Bei Peter kann man alles ausleihen, was man zum Tauchen benötigt. Außerdem hat Peter ne Menge Tips für die jeweiligen Tauchspots incl. einer Vorhersage bzgl. Wetter- und Sichtverhältnisse. Es gibt auch noch allerhand andere Dinge außer Tauchen die Peter für seine Gäste organisiert. U.a. Kanufahrten, Wanderungen, Zugreisen, Flusstauchen und und und.
Die Basis verfügt über zwei Hausriffe wo NON Limittauchen angesagt war.
Das eine waren die Corsicana Felsen und das andere der Sauna Felsen. Eines könnt Ihr glauben (oder Sabine und Oliver fragen) beide Riffe machen Spaß zum Tauchen. Sabine kennt übrigens beide Felsgruppen bereits besser als das Röthelheimbad.

Weitere Tauchgänge in der ersten Woche mit Petra und Oliver:
-Diva Wrack ( Tiefe 11m, ideal zum eintauchen und Ausrüstung checken)
-Bagheera Riffe (Tiefe 6m, zwei schöne große Riffe mit Zacki und Seestern)
-Die Gumpen (Tiefe 4,5 m, Gumpen ist eine Flussausspülung ist anspruchslos aber herrlich)
-B25 Bomber (Tiefe 20m, tolles Wrack mit gut erhaltener Bordkanone oft mit Zackis)
-JU 52 (Tiefe 8 m, Ok es sind nur noch Reste der Tragfläche aber auch mal nett)
-Alcione „Das Wrack von Prunette“(Tiefe 30 m, eines der Highlights. Hier muß man mehrere Tauchgänge einplanen)
-Riva Bella 1-3 (Tiefe 18m, Riffe mit einigen Torbögen, Kaminen oder kleinen „Schluchten“ zum durchtauchen. Zackis und anderes Getier ist hier anzutreffen. Toller Tauchplatz)

Spruch der Woche von Alois:
Tauchen=Zusammenkunft der 3 Gehirnzellen unter Druck, wodurch effektiveres Denken erst möglich wird.
Schlussfolgerung: Jetzt ist klar warum Sabine und Oliver ständig Tauchen wollen

Nachdem Oliver sich für die erste Woche derart kurz gefasst hat, hier noch einige Nachträge:
Peter hat über die Winterpause ein größeres, schnelleres Boot angeschafft. Wir haben dieses mit eingeweiht – mit uns als Ballast hat Peter das Boot in allen Geschwindigkeiten ausgetestet. Das war bei geringem Wellengang besser als Bananafahren (und auch besser als manches Fahrgeschäft am Berch).
Tauchen mit Oliver hat dazu geführt, dass alle seine Tauchbuddies ihre Maske in Zukunft hervorragend ausblasen können – der ständige Angriff auf die Lachmuskulatur führt unweigerlich zum Wassereinbruch – Ines kann ein Lied davon singen.
Zudem nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Petra in der ersten Woche erfolgreich ihren OWD abgeschlossen hat. Und beim zweiten Hinschauen war der AOWD auch schon fertig. Herzlichen Glückwunsch!

Am Donnerstag, den 26.05.05, sind Susanne und Jürgen und am Samstag, den 28.05.05, Ursula und Ulli gesund und munter zu uns gestossen. Schade, dass es Oliver und Petra bereits am Freitag, den 27.05.05, wieder in die Heimat gezogen hat.

Tauchgänge ab Freitag, den 27.05.05.
In der zweiten Woche sind wir teilweise gezielt nochmals an dieselben Tauchplätze gefahren, z.B. das Alcione Wrack (hier wäre ich auch noch zwanzigmal hingefahren), Riva Bella und die B25, haben teilweise aber auch neue Tauchplätze angefahren:
• B17 Bomber von Calvi: Tiefe ca 24-27 m, nach ca. 500 m Schnorcheln vom Ufer aus zu erreichen, tolles und recht gut erhaltenes Wrack, oft mit Muränen und Congeraale (die waren bei uns aber nicht zu Hause)
• Matterhorn: Tiefe 10-25m, Felsformation die aus der Tiefe bis ca. 10m unter die Wasseroberfläche ansteigt, mit sehr vielen Nischen, kleinen Höhlen und Überhängen und sehr bewachsen, große Zackenbarsche, Barrakudas, etc anzutreffen. Genialer Tauchplatz, aber nur als Tagesausflug machbar
• Wrack der Besoffenen: Klasse Wrack in einer Tiefe von 7-12 m mitten in Seegraswiesen. Sehr schön bewachsen, viele Fische und auch einen Oktopus. Toller Tauchplatz, aber nur als Tagesausflug machbar (z.B. in Kombi mit Matterhorn)
• Thunderbolts (Jagdflieger): zwei unterschiedlich gut erhaltene Thunderbolts wenige Meter auseinander auf einer Sandfläche umringt von Seegraswiesen in einer Tiefe von 15-17m. Der eine Flugzeugrumpf ist das Haus von mehreren mittelgroßen und extrem scheuen Zackenbarschen, ansonsten noch viel Fisch und Oktopus. Super Tauchplatz bei wenigen Tauchern.
• Flusstauchen im Tavignano: nach abenteuerlichem (Berg-)Abstieg in voller Montur kann man relativ gemütlich nach einer Stromschnelle in einer kleinen Ausbuchtung einsteigen. Der Flussverlauf ist teils flach, in der Schlucht aber auch bis 19m tief. Sehr viele Aale, Forellen und ein Autowrack am Ende der Strecke.
• Pyramide: Felsformation mit vielen Nischen und Überhängen in Tiefen von 20-35m. In der Tiefe schöne und unterschiedlich farbige Gorgonien (schöne und größer ab ca. 30m Tiefe), sehr viele, teils riesige Seesterne, Zacki´s, Langusten und viel Kleinfisch. Absolut lohnenswert.
• Sucre: Felsformation mit vielen Nischen, kleinen Höhlen und kleiner Steilwand in Tiefen von 15-23 m, sehr schön bewachsen, viele teils riesige Zackenbarsche, Muränen, Seesterne….. Super Tauchplatz.
Bei allen Tauchplätzen im flacheren Bereich kann es im Frühjahr deutlichen Algenbewuchs geben, der im Laufe des Frühsommers verschwindet.
Die beide Hausrifffelsen sind auch zum Schnorcheln und Schnorcheltauchen hervorragend geeignet … und wenn man mal wieder keinen Tauchbuddy findet, weiß man sich halt anderweitig zu helfen.
Und gab´s noch was außer Tauchen? Scheint zwar erst mal nicht so, aber hier noch ein paar Anekdoten….

Dennis und seine Freude mit Engländern beim Tauchen (Freitag ist Engländer-Tag, Peter und seine Mannschaft werden nur als Fahrdienst engagiert): der neue Begriff für das praktizierte Tauchprofil heißt Steckmuscheltauchen: viel Blei zum Versenken, keine Tarierung und hochziehen am Seil um das Tageslicht wiederzuentdecken.
Am Strand angekommnen erfüllten die gesichteten Engländer auch sonst alle Vorurteile: entweder schneeweiß wie die Eisbären oder krebsrot und Männer mit Tattoos

Anke und der Hammerhead: Der Bomber B25 war betaucht, der Stickstoff getankt, da entdeckt Anke an Tanjas Jacket zwischen Inflator und Schlauch ein unbekanntes Objekt. Dieses gibt bei genauerer Betrachtung und Drücken erschreckend laute Töne von sich und prompt hupt Dennis mit der Bootshupe zurück.

Hilfreiche Heinzelmännchen am Werk: Die PKW würden von den Bäumen unter denen sie standen kräftig bestäubt und beharzt, die Scheiben waren nach kurzer Zeit fast undurchsichtig – doch eines morgens, wir wollen nach Porto Vecchio waren plötzlich morgens alle Scheiben sauber – es geht das Gerücht um man habe zu früher Stunde Ursula mit Eimer und Putzlappen gesichtet

Tagesausflug Porto Vecchio (Matterhorn/Wrack der Besoffenen): Ursula fährt mit um nach dem Tauchen gemeinsam durch Porto Vecchio zu bummeln, in der Zwischenzeit wird der Strand getestet (Strand und Wasser wurden für gut befunden!)
Nach einem wirklich tollen Tauchgang am Matterhorn startet der spannende Teil der Reise für die Taucher– die Suche nach der richtigen Bucht mit befreundeter Tauchbasis zum Flaschenfüllen. Nach längerer Fahrt und einer Stippvisite in einer falschen Bucht, Dennis hat im Shorty in einem Nobelrestaurant nach dem Weg gefragt (und den einen oder anderen schiefen Blick geerntet), wurde die Tauchbasis doch noch – und sogar fast noch pünktlich – gefunden und so konnten wir nach kurzem Aufenthalt mit frisch gefüllten Flaschen zum Wrack der Besoffenen aufbrechen
Nur – und das schon das zweite Mal an diesem Tag – das Zielwasser war heute nicht besonders gut gelungen, das Wrack hat sich versteckt. Während Hubertus das Boot langsam im Zielbereich durchs Wasser manövrierte, hing Sabine mit Maske im Wasser um bei der Suche zu helfen, hat eine große Plattform unter Wasser per Zufall entdeckt und erstmal fälschlicherweise für das Wrack gehalten.
Das Wrack war klasse zu betauchen. Schade, dass nach einiger Zeit ein paar Tauch-“Säue“ angekommen sind. Alles wurde angefasst, überall Sediment, Algen und was sonst noch den Flossen und Händen nicht aus dem Weg ging aufgewirbelt. Bei dem Schneetreiben war an Fotographieren und entspanntes Tauchen nicht mehr zu denken. Wenigstens die ersten 30 min hatten wir für uns – und nächstes Jahr kommen wir vielleicht wieder.

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