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Island Hopping auf den Philippinen – von Sabine Krebs

Am Samstag, den 20.05.06, starten sieben Scubuddies (Tanja und Alois, Anke und Bernd, Petra und Oliver und Sabine) in den frühen Morgenstunden in den Urlaub – was sieben !? nein – zwei müssen erst geweckt werden!! Und so beginnt die Fahrt voller Vorfreude zum Frankfurter Flughafen in Frauenaurach mit einer kleinen Verspätung. Alles kein Problem, die Autobahn ist frei, das Tempo hoch, die 7 sausen wie der Wind dem Urlaub entgegen.

Und wie es sich gehört haben die Scubuddies nicht etwa regulär eingecheckt sondern ganz gepflegt am Golden Club Schalter vorgesprochen – und mit was ? mit Recht ! (Anm. der Red.: nur ein sehr enervierter business-Typ hatte sich gewundert, dass heute gar so viele Business-Flieger unterwegs sind – und das in den Klamotten….Nachdem wir dann alle über das Röntgengerät einen Blick auf Anke's BH werfen durften (Sabine's BH's hatten gar keine Bügel!) und gemeinsam mit den Ladies der Sicherheit ein kleines Rätsel in Sabines Koffer lösen durften (war dann doch ganz harmlos – die Schiene für die Lampen und die Kamera) ging es dann los.Gestärkt mit einem Frühstück sind alle bereit für den langen Transfer nach Moalboal, unserem ersten Ziel auf Cebu.

Erst stehen uns ca. 12 Stunden Flug nach Kuala Lumpur bevor, dann weitere 6-7 h in einem kleineren Flieger nach Cebu mit einem unerwarteten Zwischenstopp in Kota Kinabalu. Aber zuerst geht es ab in die Spreng- und Schnüffelkammer ! Allerdings nur für einen ! Olli – was machst Du eigentlich immer? Na gut, ein derart hypergeiles, top-gestyltes, oberhammermäßiges Unterwassergehäuse gehört schon mal gecheckt !

Kaum in Cebu angekommen, wird Oliver (er wieder!) schon mit einem großen Schild erwartet!! – kennt er denn überall Leute !? – tja, Familienbande! Aber halt, da war noch ein zweites Schild: Schlenker-Lautner Group – also doch, die gesamte Truppe wird von den Sea Explorers Fahrern in Empfang genommen und mit dem gesamten Gepäck in zwei Minibussen untergebracht. Nicht zu vergessen: die Hitze schlägt uns entgegen (30°C waren das locker). Und wieder schlagen die Scubuddies zu: die Busse stehen nur uns zur Verfügung – what a luxury ! Noch schnell cash besorgen (die Sea Explorers Fahrer kennen eine gute Stelle, die auch am Sonntag offen hat), dann geht es auf zum letzten Teil der Reise und die ist ein Abenteuer. Auf dem Weg lauter potentielle Entführer: (wegen der Hitze und den Abgasen) maskierte Philippinos auf hunderten Mopeds wuseln durch die engen Straßen.

Verkehrsregeln braucht man hier auch nicht beachten, Hauptsache die Hupe funktioniert und die Breite des eigenen Gefährts ist bis auf den letzten cm bekannt. Überholen ist Sport, egal wie und wo. Was hier wohl die mittlere Überlebensdauer eines deutschen Autofahrers wäre? Ein weiteres Phänomen ist die Auslastung der Fahrzeuge – viel effizienter geht es nimmer. Wo sonst sitzen bis zu fünf Personen auf einem Motorrad und findet man Leute auf der Stoßstange Auto/ Bus fahren?

Nach insgesamt ca. 3 h Fahrt, dem einen oder anderen Nickerchen, einem Weltrekordverdächtigem Reifenwechsel, und schon erheblichen Zweifeln, wohin wir fahren, sind wir endlich am Ziel angekommen: Love`s Lodge, Moalboal. Endlich erreicht nach insgesamt ca. 30 h Reise. Dort werden wir bereits erwartet und sehr freundlich mit Cocktails begrüßt. Müde, verschwitzt, und glücklich angekommen zu sein, richten wir uns erstmal in unseren Zimmern ein, schalten den Luftquirl auf die höchste Stufe und bestellen in Windeseile die aircondi nach, um bei der Sau-Hitze und Schwüle überhaupt schlafen zu können. Die Zimmer sind ansonsten einfach und relativ klein aber sauber.

Gut erholt, gestärkt sowie mit ersten Mordgelüsten an diversen Gockeln in der Umgebung die zu wahrhaft ungewöhnlichen Zeiten krähen (wussten gar nicht, dass die Sonne schon um 3 Uhr morgens aufgeht !?), geht es am nächsten Morgen nach kurzer Einweisung in die Basis und lokalen Gepflogenheiten zu einem Eingewöhnungstauchgang am Hausriff mit unseren Guides Ray und Cayo.Das Hausriff kann sich sehen lassen, gleich beim Abtauchen wartet es mit einer großen Karrettschildkröte und im weiteren Verlauf mit diversen Schnecken, einigen Garnelen, vielen Seenadeln, Seesternen, Federsternen und diversen Rifffischen an eine schön bewachsenem Riff auf. Das weckte die Lust auf weitere Tauchgänge. Kaum aus dem Wasser wurden alle Kameras und Videokameras bereitgemacht. Ab jetzt begann das Gedränge um die guten Fotoobjekte. Gab es etwas Besonderes, d.h. vor allem Fotographierwürdiges, zu sehen, waren im Nu alle Kameras versammelt und versuchten die beste Position zu ergattern.Abends dann im Basis-eigenen Restaurant über dem Meer in (kaum)luftiger Höhe haben wir dann als erstes den Sch… Gockel zum Abendessen bestellt – war aber leider nichts!!! Soviel Gockel kann kein Mensch essen, wie es die Viecher auf der Insel gibt !

Nach insgesamt 6 Tauchgängen am Hausriff, Tongo Point, und Pescadore Island (supergenialer Tauchspot an der Südseite) sind wir bereit für weitere Abenteuer und dem ersten Inselhopping. Moalboal war ideal zum Akklimatisieren und für die Eingewöhnungstauchgänge mit seinem Hausriff. Noch genialer war der Staff: nicht dass sie einen bis ans Wasser getragen haben, aber fast ! Super toller Service vom Feinsten. Die Basis ist gut geführt, man bekommt super Tipps zu den jeweiligen Tauchspots und der Staff geht auch gerne auf die jegliche Wünsche ein.Das Tauchboot für den Transfer nach Dumaguette kommt bereits am Abend vorher an. Am nächsten Morgen ist unser Tauchgerödel bereits fertig für den ersten Tauchgang am Boot und auch das restliche Gepäck wird am Zimmer eingesammelt und geschickt verladen während wir frühstücken. Sehr bequem und super organisiert.Nachdem das Boot direkt an der Küste zur Südspitze von Cebu entlang gefahren ist, konnte man auf dem Transfer genau wie beim Transfer vom Flughafen nach Moalboal, recht viel von dem Land sehen. Die Armut ist erschreckend groß und die Unterschiede zwischen den Armen und den wenigen Reichen auch. An der Küste stehen direkt neben Wellblechhütten gut abgegrenzte große Villen, dieser Kontrast und die große Armut stimmen schon etwas nachdenklich. Trotzdem sieht man in den offenen Wellblechhütten sauber und ordentlich gekleidete, fröhliche Menschen, auch wenn man sich manchmal fragt wie sie alle darin Platz finden sollen.Besonders cool war, dass wir während des Transfers gleich 2 Tauchgänge gemacht haben – so ist der Tag nicht ungenutzt vergangen.

Der erste Tauchspot beim Transfer, Maria Elena, liegt an der Südspitze von Cebu. Er kann mit extrem vielen und verschiedenen Schnecken, einigen Garnelen und Krebsen sowie verschiedensten Rifffischen aufwarten. Teilweise waren die Anemonenfische etwas aggressiv und die Igelfische wollten sich einfach nicht fotographieren lassen, aber hier gab es so viele verschiedene Motive, dass es kein Gedränge mehr sondern Fotostress gab!! Die Tauchguides haben super Besonderheiten wie Seegrasgeisterfische gefunden und uns gezeigt. Leider war nach 60 min bereits Schluss mit Tauchen, dabei war doch noch soviel Luft über. Der zweite Tauchgang an Sarah´s Place war dagegen erstmal eher enttäuschend: schlechte Sicht (10 m), viel Sand und kaum Korallen. Dafür aber unsere ersten Seepferdchen gesichtet. Beim Tauchen hat sich durch den Wechsel des Staffs (die Tauchguides, Chito und Carlos, und die Bootcrew gehören zur Basis von Pura Vida, Dumaguette) nichts verändert. Die Betreuung ist einfach spitze.Pura Vida – das pure Leben – ein wahnsinns Ressort und unsere Anlage für die nächsten Tage, mit der Tauchbasis ist der Oberhammer ! Während wir an der Strandbar erstmal mit einem Drink von Harvie, Leiter der Tauchbasis, begrüßt werden, wird unser Gepäck und Gerödel bereits vom Boot entladen. Nach kurzer Einweisung in die Basis und Planung der Tauchgänge des nächsten Tages, nehmen wir unsere neue Unterkunft, traditionelle luftige Bambushütten mit super viel Platz und großer Terrasse, in Beschlag. Die ersten Gockel werden auch gleich gesichtet und mit Morddrohungen bedacht – hält sie aber nicht davon ab noch vor Mitternacht das Krähen anzufangen.Die nächsten Tage vergehen wie im Flug mit sehr vielen Tauchgängen, vor allem mit diversen Besonderheiten aus dem Makrobereich, zwischendurch Entspannung pur (und der einen oder anderen supergenialen Hot-Stone-Massage – 2 volle Stunden lang) und super leckerem Essen – für unseren Schwabenbeutel (jeder weiß doch, wer gemeint ist, oder?) gab es natürlich jeden Abend Spatzli. Und die Strandbar wurde auch nicht vernachlässigt – super geniale bleifreie oder auch -haltige Cocktails, Shakes,… und natürlich Bier für die Männer!

Getaucht wurde oft in mehr oder weniger zwei Gruppen als Versuch nicht immer alle Fotographen am gleichen Fleck zu haben – hat aber nur bedingt geklappt. Bei den besten Objekten wurde gedrängelt, geschuppst und notfalls der Andere festgepinnt, je nach Bedarf!!!Die Jungs vom Staff waren einfach klasse ! Sie haben sie uns bei Problemen schnell und unkompliziert geholfen, auf den Tauchgängen sehr viel gezeigt, super Tipps gegeben und mit uns den Tag mit dem einen oder anderen after dive Drink beendet. Es hat mit Ihnen super viel Spaß gemacht.Nur die teilweise etwas stärkere Strömung (es war gerade Neumond) war beim Tauchen und vor allem beim Nachttauchgang am Pura Vida Hausriff (pfiffn hatts wie sau !) nicht so angenehm und ganz schön anstrengend.Und dann kam er – der Taifun ! Wir hatten alle das Gewitter über das Wasser ziehen sehen und den etwas stärkeren Wind an der Strandbar wahrgenommen, mitnichten haben wir aber den Rest erwartet. Kaum hatten wir im Restaurant, eine offene Terrasse, unsere Bestellung aufgegeben, standen die Jalousien, die als Windschutz dienen sollten, quer und alles, was sich so auf den Tischen befand, flog ab. Alles rennt los, Lampen fliegen und knallen gegen die Schulter und Beine und alle suchten Schutz hinter Mauern und in der Küche. Dann fällt der Strom aus………………Nachdem sich die heftigsten Böen gelegt haben, machten wir uns in strömendem Regen auf dem Weg zu unseren Hütten und konnten es erfolgreich vermeiden von Palmenwedeln erschlagen zu werden. Das Personal der Anlage war einfach bewundernswert. Sie haben uns bei dem Wetter sogar das Essen noch an die Hütten gebracht.

Nach wunderbaren 6 Nächten und 7 Tagen im Traumressort geht es auf nach Malapascua, dem dritten Ziel der Abenteuerreise.Leider konnte der Transfer nach Malapascua nicht so einfach mit einem Boot erfolgen. Wir mussten das gesamte Equipement einpacken. Damit es eine Chance zu Trocknen hatte, wurde vorher noch ein Ausflug zu den Wasserfällen und Twin Lakes von Negros geplant. Vor dem Vergnügen kommt aber noch die Arbeit – ein early morning dive für (fast) alle oder besser gesagt Sabine taucht, der Rest liegt flach und schnorchelt….. an der Bettdecke !Mit einem Minibus wurden wir 7 und Chito (der war schon schnuckelig, gell Sabine?) an der Rezeption abgeholt und steuerten als erstes die Twin Lakes an. Das letzte Stück Weg dorthin ist abenteuerlich und nicht mehr als Strasse zu bezeichnen. Wir hatten das Gefühl mitten in der Wildnis zu landen. 4 Mann raus, Bus den Berg hoch, wieder runter und die anderen 4 abgeholt.Dann der Spruch des Tages: sind nur 800 Meter bis zum anderen See, no problem ! Chito hatte nur vergessen zu sagen, dass es 800 Höhenmeter (rauf und runter und wieder rauf und runter….) sind und nicht Wegeslänge – naja, nach knapp 2 Stunden des Marsches durch Dschungel, unter Bäumen durch, über wackelige Steine, an "Schlingpflanzen" vorbei durch Bananenstauden hindurch – Indiana Jones ist Pillepalle dagegen ! – waren wir schon da ! Das unglaubliche Glücksgefühl – die fantastische Aussicht, endlich angekommen, das kühle Nass……. sorry, falscher Film ! Nur ein weiterer See, der Tipp, nicht ins Wasser zu gehen, Schwüle und … der Weg zurück ! Der Waaaaahnsinn!Eines war klar – der Wasserfall fällt ohne uns !Auf zurück nach Dumaguette: streng nach unserem Motto Tauchen und Schlemmen haben wir Chito um ein typisches Philippinisches Restaurant gebeten. Chito und unser Fahrer hatten hier ihren Spaß mit uns und unserem Reaktionen beim Essentesten. Die unreifen grünen Mangoschnitzer mit brauner Soße als Appetizer fanden nicht wirklich Anklang (sehr sauer und ein bisschen bitter), das gemischte Gemüse mit Okra war interessant, aber auch nicht der Hit, dafür waren das gegrillte Hünchen und Schweinefleisch super lecker. So gestärkt wurden die Einkaufmöglichkeiten gecheckt. Tanja hat Chito dazu gebracht uns zuerst zu dem lokalen Obst-, Fleisch- und Fischmarkt zu führen (die hygienischen Zustände sind ein Graus, der Geruch ist auch entsprechend angenehm) um dann weiter zu den Marktbereich mit Taschen und Kleidung zu gehen.

Hier begann der Spass für drei Frauen: insgesamt fielen ihnen 10 Tücher zu Opfer! Am Abend wurde der Abschied von Dumaguette an der Strandbar noch mal mit Chito und Jesse bei viel guter Laune und Spaß (und vielleicht einem kleinen Schuß Wehmut) begossen. Oliver, Tanja und Bernd hatten allerdings keinen Erfolg damit Chito mit nach Malapascua zu locken.Nach einem sehr langen (insgesamt ca. 10 h) aber super organisiertem Transfer mit Zwischenstopp im Hauptquartier der Sea Explorers in Cebu, kommen wir auf unserer dritten und letzten Insel auf den Philipinnen an – Malapascua – der karibische Traum im südchinesischen Meer.

Die Insel ist super, bereits vom Boot aus hat man mit dem weissen Sandstrand und Kokospalmen den Eindruck einer karibischen Robinson-Insel.Kaum angekommen, werden wir von Sven (ein deutscher Basisleiter) und Fabienne von der Sea Explorers Basis in Empfang genommen. Nach dem Begrüßungsdrink werden die Tauchgänge für die nächsten Tage besprochen bevor wir unsere neuen Unterkünfte in Beschlag nehmen. Die sind nach dem puren Luxus von Pura Vida erstmal ein Schock: sehr einfach und etwas abgenutzt, aber sauber und mit super Strandblick.Die Tage auf Malapascua beginnen sehr früh – Fuchshaie kann man nur zu früher Morgenstunde an der Putzerstation antreffen – und auf die haben wir es ja unter anderem abgesehen. Mitunter aber haben die 5 wackeren Gesellen (und einmal sogar die beiden Langschläfer A&B auch) schon ihren Geisteszustand beim morgendlichen Weckerklingeln um 4.30 Uhr in Frage gestellt.Es hat sich aber gelohnt, mit jeden Tag waren die Fuchshaie besser zu sehen und auch der eine oder andere Manta war früh unterwegs. Und immer musste auf Sabine gewartet werden, deren Luft sich in der Flasche scheinbar vermehrte. Nach einer Frühstückpause konnte es dann gestärkt in voller Besetzung zu weiteren Tauchabenteuern gehen.

Am ersten Tag zum Schiffswrack Dona Marilyn (ein Wrack von ca. 90 m Länge, super schön bewachsen und bei guter Sicht wahrscheinlich genial) und Gato Island (kleine Insel mit Tunnel und neben normalgroßen Riffbewohnern (Fisch, Krebs, Seestern und Korrallen) mit sehr viel Makro). Highlight waren eindeutig die an Gato Island beheimateten Pygmäenseepferdchen!!! Wir wussten ja alle, dass die klein sind – aber so winzig hatte wir sie uns nicht vorgestellt. Die zu Fotographieren stellte uns vor eine große Herausforderung. Am zweiten Tag gab es die Möglichkeit nach Calangaman Island für zwei Tauchgänge und ein Barbeque zu fahren. Hier gab es wieder schön viel Makrozeug, eine Steilwand und viele unbekannte Rifffische. Das Barbeque war nach dem ersten TG schon perfekt vorbereitet und super lecker. Die Insel ist eine wahre Robinson Crusoe Insel mit ihrem weißen Sandstrand, Palmen und niedrigen sonstigem Bewuchs und einer Breite von vielleicht 100 m.Und wieder schlagen die Naturgewalten zu ! Auf dem Rückweg sind wir mitten durch ein nachmittägliches Gewitter gefahren. Der Regen prasselte mit glatten 27°C auf uns nieder, die Blitze waren schön anzuschauen und das Boot hat ein wenig gewackelt, waren aber keine hohen Wellen. Das hat richtig Spaß gemacht – ich glaube aber einige waren mit ihren fahlen Gesichtern richtig froh als wir wieder wohlbehalten auf Malapascua angekommen sind.

Angesichts des Gewitters ließen wir den geplanten Nachttauchgang ausfallen und haben uns einen gemütlichen restlichen Nachmittag gemacht vor unserem abendlichen Schlemmeressen. Am dritten Tag ein weiteres Highlight der Insel – der Manta-Point ! Und wir sind voll auf unsere Kosten gekommen!!! Es waren zwei (oder drei?) immer wiederkehrende große Mantas da. Wir wurden dabei mindestens genauso intensiv beäugt, wie wir schauten und fotographierten – man weiß gar nicht, wer nun wen anschaut ! Einer ist extrem nah vorbeigeschwommen. Und so blieben wir solange die Luft nur reichen wollte – da musste halt mit Oktopus ausgeholfen werden. Anke und Bernd haben konsequenterweise mit diesem genialen Tauchgang das Tauchen für diese Reise abgeschlossen. Beide hatten mit 19 bzw. 20 Tauchgängen schon erheblich öfter unter Wasser geschaut als vorher gedacht und geplant.

Der harte Kern liess sich den Nachttauchgang am Lighthouse mit den Mandarinfischen, Seepferchen, Sepias und diversen Krebsen, Krabben und Garnelen an dem Tag aber nicht entgehen. Bei den Tauchgängen war es kein Wunder, dass beim Essen der Tauchtag in ganzer Länge immer wieder durchgegangen wurde. Die Bilder auf den Chips wurden auch sofort gesichert. Und so brach unversehens der letzte Tauchtag an – wo ist die Zeit nur geblieben? Ich brauche noch mindestens zwei Wochen mehr davon!!. Der letzte Abend wurde an der Tauchbasis nach einem relaxten Tag am Strand und Trocknen des Equipements mit einem philippinischen Spanferkelessen mit dem gesamten Staff gefeiert. Tata (unser Tauchguide), der mit seinem singing briefing schon immer für Spaß und Freude auf dem Tauchboot gesorgt hatte, brachte seine Gitarre mit und sorgte mit Titing zusammen im Duett für die musikalische Untermalung.Die Abreise war genauso gut organisiert wie alle Transfers bisher. Die restliche Zeit in Cebu City haben wir noch zum Shoppen in dem großen Einkaufscenter in der Nähe des Sea Explorers Hauptoffice genutzt.

Putzmunter, gestärkt und frohen Mutes begaben wir uns auf die Rückreise nach Deutschland. Leider fielen wir unterwegs einem Attentat zum Opfer und sechs von uns laborierten bereits im letzten Flieger an einer Lebensmittelvergiftung herum. Ein nicht so schönes Ende eines ansonsten genialen Urlaubs!! Die Reiseapotheke kam also in Frankfurt ein letztes Mal zum Einsatz.Fazit: Auf die Philippinen würden wir jederzeit wieder fahren. Die gesamte Organisation mit den Sea Explorers hat super funktioniert, der Staff auf allen drei Tauchbasen war immer hilfsbereit, super freundlich, hat uns bei den Tauchgängen gut geführt und bei Problemen soweit möglich geholfen. Die Tauchspots waren, so unterschiedlich sie auch waren, mit der Ausnahme vom Pura Vida Hausriff alle sehr empfehlenswert. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: Die Basen sind ganz klar auf Taucher mit eigenem Equipment ausgelegt, das Leihequipment war nicht gut. Sowohl die Flossen auf die wir zurückgreifen mussten (Petras Splitfin ging kaputt) als auch das Jacket (Alois war diesmal der Leidtragende) hinterließen keinen guten Eindruck. Und die ausleihbaren Lampen für die Nachttauchgänge sind eher kleine Funseln (da hatten wir glücklicherweise keinen Bedarf und konnten in der Gruppe weiterhelfen!). Die Unterkünfte sind alle einfach und sauber gewesen, die Anlage mit Bambushütte in Pura Vida ragte hier sehr positiv hervor. Vielleicht könnte man auf Malapascua wie auch auf Cebu die Klimaanlage vorher in Betracht ziehen…

Und jetzt noch für die Statistiker unter uns: 1 Schnorchel verloren, Splitfin getillt, 1 Tauchlampe mit durchgebranntem Akku, zerstörte Steckverbindung beim Display des Videokameragehäuses, 2 kaputte Ladegeräte, 1 gelochter Inflatorschlauch, 1 verlorenes Handy, 2 kaputte Sonnenbrillen, 1 verlorene Sonnenbrille, diverse Rostflecken an Kameragehäusen und Shaker, ein Blitz der nicht blitzt …… und last but not least ein verlorenes Herz ! (sorry Sabine !)Dazu noch kaputte Knie und Knöchel, Seeigel in der Fußsohle und Koralle in den Fingern, Nagelbettvereiterungen an den zwei großen Zehen (bei unterschiedlichen Personen), Montezumas Rache – reger Einsatz der Reiseapotheke!Und noch ein paar Sprüche:Olli: Pura Vida Strandbar: nettes philippinisches Mädel "May I have your roomnumber? Oli überlegt kurz: No, it is my room!Chris von den Sea Explorers: Wer hats erfunden? – Das Inselhüpfen auf den Philippinen??? – Die Schweizer!!!!

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