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Gardasee Ostern 2004 – von Eric Gruber

Da sind wir nun also endlich angekommen: am Gardasee. Nach sechsstündiger Fahrt zu dritt im Transit. Das reimt sich und was sich reimt ist gut. So auch hier, denn schon die Fahrt war bis auf den „bis oben hin vollen“ Tank (gell, Wolfgang) und den Kollegen Wasserabscheider (Wat dat denn?) eine super Einstimmung auf traumhafte 5 Tage am Gardasee.

Das große Schlemmen geht schon am ersten Abend direkt nach der Ankunft los. Aber es sind dann doch alle recht geschafft von der Fahrt und die Runde löst sich bald auf und lässt sich genüsslich ins Bett fallen. Die ganze Runde? Nein. Ein kleiner Rest, auch die Pförtner genannt, wartet auf die Späterkommenden und verschafft ihnen Einlass.

Am nächsten Morgen geht’s in aller Frühe gleich los mit dem Tauchen. Nach einer kurzen Zusammenfassung durch Sus…ähhh…Wolfgang über die Umgebung und die interessanten Tauchplätze folgt der erste Tauchgang (für die meisten im Trocki-Kurs).

Tja, und wie das meistens so ist: Der Erste ist der Schwerste und so geht es glaub ich auch den meisten. Nach diesem Tauchgang haben wir schon einen erheblichen Teil der Taucher verloren, da vor allem die Ägypten-Heimkehrer doch einige Probleme mit der Gewöhnung an gutes mitteleuropäisches Wetter haben (11°C und Regen). Wer damit noch zurecht kommt, den knocke ich aus (1. Buddy-Opfer: Kai, Nasenbluten).

Nichtsdestotrotz lassen wir uns nicht von einem zweiten Tauchgang abschrecken, nehmen jetzt noch Nitrox dazu und siehe da, es läuft auch schon besser mit dem Tauchen.

Einziges echtes Problem: Ich hab schon wieder meinen Buddy verloren (2. Buddy-Opfer: Harry, Nasenbluten). Dafür ist der Trocki-Kurs für die Gesundgebliebenen jetzt bestanden.

In Riva am Tag danach folgt gleich der nächste Kurs: Depp äh Deep.

Echt ein frommes Völkchen diese Italiener. Nicht nur die meisten Kirchen Europas, nein, auch am Grund des Lago di Garda kann man hier seiner christlichen Gesinnung frönen, denn was dem Assenzaner die Madonna, ist dem Rivanesen der Christus. Den hätte einmal mehr mein Buddy nötig gehabt, denn wieder ist der Fluch stärker (3. Buddy-Opfer: Sven, Übelkeit).

Ansonsten ein GEILER Tauchgang! Auch wenn gewisse Nitroxtaucher unseren MI davon abhalten, in andere Sphären abzusinken…

Am Nachmittag brausen wir mit der neuen Höllenmaschine von Stefano (2 2 5 P S ! ! !) raus zur Isola di Oliva, wo es ein kleines Yacht-Wrack und eine Steilwand zu bewundern gibt…ähhh…gäbe, wenn Wolfgang nicht ohne unser Wissen zusätzlich einen Blei-Specialty abhalten wollte: Diving is fun. Dive today. Und heute mal ohne Blei. Oder so ähnlich 😉

Nachdem wir ihn mit milden Blei-Gaben versorgt haben, kann der Tauchgang auch schon losgehen und wird noch richtig schön, wobei positiv auffällt, dass Steffen als erster Buddy ungeschoren davonkommt.

Der anschließende Night Dive läuft dagegen nach dem Motto: Wir sind in Italien, benehmen wir uns auch so. Naja, die Italiener sind nicht die geordnetsten Menschen und so sieht der Tauchgang auch aus: Alle tauchen ab, ein Teil taucht wieder auf, taucht wieder ab, ein anderer Teil taucht auf, wieder ab usw.

Was soll’s, schön war’s trotzdem.

Genauso wie tags darauf in Torri, auch wenn es wohl bessere Tage gibt als Ostersonntag, um dort zu tauchen. Aber so unfreundlich sind die Herren Carabinieri ja gar nicht, obwohl wir gegen die Einbahnstraße zu unseren Parkplätzen im Halteverbot fahren.

Der Tauchgang: ein Gedicht. Alles läuft gut, die Krippe ist ein Traum und die etwas mangelnde Sicht im Canyon muss irgendwie an der Strömung liegen…

Nach dem letzten Tauchgang beim Athos Diving am Nachmittag brechen wir auf zum kulinarischen Höhepunkt und Abschluß der Reise: Ins 5-Sterne-Restaurant „Mist, Namen vergessen“ (Alla Fassa?).

Das ist noch mal ein saulustiger Abend! Mit tollem Essen, gutem Wasser, einem gut aufgelegten Kai, super Ratschlägen („Schling nicht so, Bettina!“) und viel brüderlicher/schwesterlicher (Es lebe die Emanzipation) Nächstenliebe beim Teilen des Essens. So sind wir Scubuddies eben.

Diesem Höhepunkt folgt auch schon der nächste am Morgen darauf: Die ROMA / Delsey.

Endlich mal ein Tieftauchgang, der den Namen auch verdient (36,8 m), Umziehen in gemütlicher Atmosphäre (Tiefgarage) und ein richtig geiles Wrack. Nachdem dann alle auch noch mal schön in den Boden gesemmelt sind, ist der Tauchgang durch viel zu kurze Nullzeit auch schon wieder vorbei. Leider ebenso wie der Urlaub.

Es geht für alle schon wieder heimwärts. Ohhhhhh…

Es gäbe über diesen Trip noch soviel zu erwähnen (die süße Schildi von Anja, die Abenteuer unserer Nichttaucher, unsere zwei neuen Liebespaare (u.a. Hoppeline und Bommel), die echten Männer Martin und Dino (die im Halbtrocken der Kälte trotzten), den nicht trockenen Trocki-Taucher Norbert, die leckere All-you-can-eat-Nudel-Orgie u.v.m.), doch dafür reichen Zeit und Raum nicht aus.

Nur eines ist gewiss: Heut ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!

Machtses guat!

Euer Ölöfant

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