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Kulki zum Zweiten – von Peter Scherneck

12 wackere Taucher und Nichttaucher machten sich am frühen Morgen des 07. September auf den Weg um mal wieder kühleres Nass an ihre Körper zu lassen oder auch nicht. Bestes Wetter begleitete uns während der ganzen Fahrt und so kamen wir auch zu verabredeten Zeitpunkt pünktlich am Parkplatz des Kulkis an.

Wir trauten unseren Augen nicht: Taucher über Taucher strömten wie die Ameisen an das Ufer des Sees um sich dort nebst Ausrüstung häuslich niederzulassen.

Eine Abordnung der „Scubuddies“ war aber auch rechtzeitig zur Stelle und hatte ein traumhaftes Plätzchen für uns ausgeguckt. Nachdem es nicht möglich war, das Equipment mit dem Auto direkt an die Tauchbasis „Delphin“ zu karren, wurde kurzerhand ohne zu murren das Gerödel auf einer mitgebrachten Sackkarre verstaut und an den Lagerplatz geschafft.

Aufgrund das jeder jedem behilflich war, ging diese Aktion ruckzuck über die Bühne.

Nach einer kurzen Frühstückspause bauten wir dann unsere Ausrüstung zusammen und machten noch die Buddyteam-Einteilung. Nach dem obligatorischen Sicherheitscheck ging es dann auch schon hinein ins kühle Nass.

Der See überraschte durch charmante 21 Grad Celsius und überaus gute Sichtweiten! Auch waren wir vom Fischbestand positiv überrascht. Hechte in allen erdenklichen Größen, Karpfen, Rotfedern und Krebse in Mengen.

Vorbei an großflächigen Wiesen tauchten wir uns langsam aber sicher an die 10m Marke heran. Hier wurde auch dem letzten klar, dass man doch nicht im Roten Meer sondern in einem deutschen Baggersee ist, denn urplötzlich ging die erträgliche Wassertemperatur ganz stark Richtung 7 Grad Celsius und den Halbtrocken-Tauchern unter uns wurde es empfindlich kälter ums Herz.

Aber wir sind ja alle hart im Nehmen und so machten wir uns weiter auf die Suche nach der versenkten Cessna.

Die Sichtweiten waren in dieser Tiefe auch erheblich schlechter, so dass wir nach etwa 20 Minuten Suchen das Kapitel Flugzeug ad acta legten.

Die restliche Zeit des Tauchgangs verbrachten wir wieder in den wärmeren Gefilden des Sees und ergötzten uns an der Fischvielfalt.

Nach einer sonnigen Oberflächenpause von etwa 2 ½ Stunden zwischen 100derten von Nudisten machten wir uns auf zum 2ten Tauchgang dieses Tages. Diesmal allerdings im Flachwasserbereich, da hier die Sichtweiten gut waren und außerdem der üppige Fischbestand zum Verweilen einlud. Leider war nach gut 60 Minuten unser mitgebrachter Luftvorrat zu Ende und wir kehrten alle überglücklich zu unseren installierten Wachposten am Ufer zurück.

Nach einem längeren Sonnenbad entschlossen wir uns doch einen Nachttauchgang zu machen und aus Sicherheitsgründen die komplette Ausrüstung noch bei Tageslicht in den Fahrzeugen zu verstauen und für den NT vom Auto aus aufzurödeln.

Nach dem Abbau unseres Lagers fuhren wir dann zum Einchecken in unser Hotel nach Markranstädt. Im Hotel „Rosenkranz“ angekommen wurde die Zimmereinteilung vorgenommen und die Abfahrtszeit für den Nachttauchgang festgelegt.

Schließlich blieben 5 wackere Taucher übrig, welche sich dazu entschieden haben auf Kosten des Nachttauchganges Ihren Hunger erst sehr spät zu stillen.

Pünktlich um 19.30 Uhr trafen wir am See ein um unserem Hobby auch in der Dunkelheit nachzugehen.

Denkste, alle zeitlichen Planungen waren über den Haufen geschmissen, denn unsere Flaschen waren noch nicht wieder gefüllt. (Dank des Hochbetriebs an der Basis auch verständlich)!

So warteten wir eben bis die Tanks gefüllt waren und vertrieben uns die Wartezeit mit Schwitzen in unseren

Um 20.15 Uhr war es dann soweit, endlich konnten wir mit vollen Flaschen das Wasser in Halogen hüllen.

Die vorher festgelegte Tauchzeit von 30 Minuten wurde allerdings von einigen Tauchern deutlich überschritten, da um diese Tageszeit sehr viel fischtechnischer Betrieb war. Außer den sehr nachtaktiven Hechten begegneten wir auch jagenden Krebsen sowie auf der Lauer liegende Aalen in stattlicher Ausführung.

Gegen 21.00 Uhr schleppten wir uns dann endlich aus dem Wasser um schleunigst an die Fahrzeuge zu kommen um noch pünktlich zum vereinbarten Termin gegen 21.30 Uhr die Messer zu wetzen.

Na ja, ganz geschafft haben wir es nicht, so dass wir erst gegen 22.00 Uhr frisch kultiviert unser Abendessen einnehmen konnten.

Dafür wurden wir mit einem geschmacklichen Hochgenuss entschädigt. Nach 2 Deko-Köstritzer war dann Zapfenstreich, denn wir wollten ja am Sonntag rechtzeitig am See sein.

Zum vereinbarten Morgenmahl waren uneingeschränkt alle Mitreisenden anwesend, und so konnten wir auch wunschgemäß erheblich früher am See eintreffen um einen der begehrten Parkplätze in Sichtweite zum See zu ergattern. Fehlanzeige!!! Diesen Gedanken hatten wahrscheinlich alle anderen Taucher auch und so war es das gleiche Bild wie am Samstag früh. Hunderte von Tauchern schleppten oder karrten bereits Ihr Equipment an den Ort der Begierde.

Dank unserer Flexibilität konnten wir auch heute wieder einen schönen Platz nahe der Basis für uns beanspruchen.

Kurzum wurde die Ausrüstung in einen taucherischen Zustand versetzt und schon ging es los. Diesmal bildeten wir aber kleinere Gruppen, da die Interessen für diesen Tauchtag recht unterschiedlich waren. So entschied sich die Abordnung der Scubuddies im Flachwasser auszutauchen um dann die Ausrüstung langsam aber sicher trocknen zu lassen, damit das Equipment nicht ganz nass in die Tauchtaschen für den bevorstehenden Urlaub gepackt werden musste.

Florent, Götz und meine Wenigkeit zogen es erneut vor, sich der Tiefe hinzugeben um die Cessna endlich zu finden. Dieses Unterfangen musste aber spätestens bei der Überschreitung der 10m Marke abgebrochen werden, da ein nicht näher bekannter Taucher aus dem In und Ausland meinte keine Kopfhaube aufsetzten zu müssen und es ihm derartig kalt ums Gripskasterl wurde, so dass an ein weiteres Abtauchen nicht mehr zu denken war und wir so diesen TG dann auch im Flachwasser beendeten. Ein weiterer Teil der Gruppe war mit der Reviereinweisung für die dazu gestoßene Fraktion aus Röttenbach zuständig. Die Tauchfreunde aus Nürnberg und Berlin bildeten Ihr eigenes Team und pflügten den See ebenfalls nach Attraktionen um.

Ob Sie fündig geworden sind habe ich bis heute leider nicht in Erfahrung bringen können.

Das letzte Eintauchen an diesem Wochenende fand wieder im Flachwasser statt, da man gleich zu Beginn in einen Kanal gelangte der an beiden Seiten schön mit satter grüner Wiese bestückt war und auch hier reichlich Fisch vorhanden war. Nach dem Aussteigen wurde die Ausrüstung fein säuberlich in den Kisten verstaut um die Heimreise anzutreten.

Einige von uns fuhren noch zum Pizzaessen nach Kulmbach, andere einen Umweg über die A9 andere wiederum auf dem direkten Weg nach hause. Letztendlich sind alle wieder wohlbehütet daheim angekommen! Es war ein wirklich tolles und schönes Tauchwochenende! Leute es hat mir richtig Spaß gemacht mit Euch!!!

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, mich bei allen Beteiligten zu bedanken! Danke Bolle, Sonja, Florent, Steffi, Götz, Hanne, Martin, Anja, Mark, Yvonne, Christian und Sabine! Ihr wart alle suuuuuper gut drauf!!!!!!!

Würde mich freuen bald wieder mit Euch abzutauchen!

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